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PolsterNET, das europ. B2B Portal für Polstermöbel aus Oberfranken   Norbert Furche

Wir stellen uns progressiv dar.

.

Möbelmarkt:
In welchem Zustand präsentiert sich die oberfränkische
Möbelindustrie im Vorfeld der Herbsthausmessen?

Wie stark wurde sie vom schleppenden Geschäftsverlauf in
Deutschland getroffen?

Wie hat sich das Geschäft im Ausland entwickelt?

 

Norbert Furche:

In Deutschland verzeichneten die Oberfranken im ersten Quartal des Jahres noch ein ganz gutes Geschäft. Spätestens im April ging die Nachfrage aber deutlich, teilweise zweistellig, zurück, was natürlich auch die oberfränkischen Möbelproduzenten zu spüren bekamen. Insgesamt ist die Entwicklung in der Polstermöbelindustrie nicht schlecht gelaufen,
teilweise sogar recht erfolgreich.

Natürlich leidet die Industrie unter der Konzentration im Handel mit den daraus
resultierenden Preiskriegen.

Beim Handel ist derzeit eine gewisse Verunsicherung festzustellen, was die
Warenversorgung aus Polen angeht. Hinzu kommt der Wegfall von Schieder und Weco.
Das führt langsam zu einem Punkt, wo sich der Handel fragen muss, wo er Ware
herbekommt. In der Folge werden Hersteller, die bei bestimmten Abnehmern nicht mehr im Rennen waren, jetzt wieder angefragt. Und das betrifft natürlich auch Unternehmen aus
unserer Region.

Eine ganze Reihe oberfränkischer Hersteller hat zudem die Bedeutung der internationalen Märkte erkannt und sich zwischenzeitlich hervorragend auf die Bedingungen und
Bedürfnisse in den diversen Ländern eingestellt.

MÖBELMARKT:

In den zurückliegenden Monaten wurde von Industrieseite immer wieder die Notwendigkeit
von Preiserhöhungen betont. Ist dieses Thema noch immer aktuell?

Norbert Furche:

Die Oberfranken setzen seit jeher auf Qualität, Solidität und auf langfristig abgesicherte Beziehungen zu Ihren Kunden. Viele Hersteller, die dagegen vorrangig auf niedrige Preise setzten, gibt es heute nicht mehr. Daher gilt: Wir brauchen eine spürbare Erhöhung des Preisniveaus, um die Lieferfähigkeit der Industrie gegenüber dem Handel langfristig zu
erhalten.

MÖBELMARKT:

Wie wird sich der Standort Oberfranken weiter entwickeln?

Norbert Furche:

Der Standort gewinnt durch seine solide Aufstellung und seine zum Teil gute Finanzierung.
Größtenteils hat man in der Vergangenheit sparsam gewirtschaftet, was sich heute
auszahlt. Ein weiterer Vorteil des Standortes Oberfranken ist, dass man es hier sehr gut geschafft hat, sich den
aktuellen Designentwicklungen anzupassen und auch eigene
Akzente zu setzen. Von einer gewissen Biederkeit hat man sich bereits vor Jahren gelöst.
Alle Hersteller sind heute in der Lage, vom Design her anspruchsvolle Möbel anzubieten. Erfolgreich und zukunftsorientiert präsentieren sich auch diejenigen Unternehmen, die sich
in ausgesuchten Nischen profilieren.

MÖBELMARKT:

Warum sind die Hausmessen Oberfranken nach wie vor ein „Must Event“ für
Einkaufsverbände und Möbelhändler?


Norbert Furche:

Wer sich als Einkäufer den letzten Schliff in Sachen Polstermöbel holen will, der kommt
nicht an einem Besuch der Hausmessen Oberfranken vorbei.

Das wird auch im Herbst 2007 wieder der Fall sein. Nach wie vor gibt es in der Region eine nennenswerte Zahl von leistungsfähigen Anbietern. Solange das der Fall ist, ist Oberfranken
ein Muss. Und vor dem Hintergrund der Ereignisse um Weco und Schieder sowie der Polen-Verunsicherung wächst die Bedeutung dieser Messen sogar noch an.

Keine andere Messe ist so stark auf Polstermöbel spezialisiert. Hinzu kommt, dass die verschiedenen Ausstellungen nicht weit voneinander entfernt liegen. Das bedeutet, die
Besucher müssen keine großen Wege zurücklegen, um die Messe-Teilnehmer zu erreichen.


MÖBELMARKT:

Kann man trotz der Vielfalt des oberfränkischen Angebots im Vorfeld der Hausmessen bestimmte Trends herauslesen.


Norbert Furche:

Das ist nicht leicht zu beantworten, weil sich die Unternehmen sehr unterschiedlich und
sehr eigenständig darstellen.

Das betrifft die stilistische Ausrichtung genauso wie das Preisgefüge.

Man kann aber insgesamt feststellen, dass die Oberfranken heute deutlich moderner
aufgestellt sind als in der Vergangenheit. Dieser Trend ist schon seit einigen Jahren festzustellen und wird sich auch auf den kommenden Hausmessen fortsetzen.


MÖBELMARKT:

Herr Furche, vielen Dank für das Gespräch!